37 Nikolausgedichte

Nikolausgedichte

Der Nikolaustag am 6. Dezember stimmt die Weihnachtszeit ein. Bereits ein Viertel der scheinbar unendlich andauernden 24 Tage ist geschafft. Spätestens jetzt zieht der erste Duft nach Plätzchen und anderen Leckereien durch das Haus. Mandarinen, Tannenzweige und brennende Kerzen sorgen für das weihnachtliche Ambiente.

Besonders Kinder freuen sich auf den Nikolaus und stellen am Vorabend gespannt ihre Schuhe vor die Tür. Denn der Nikolaus bringt bestimmt ein kleines Geschenk mit sich. Um sich die Zeit bis zum Weihnachtsfest zusätzlich zu verkürzen, kommen Nikolausgedichte gerade recht. Ob modern oder traditionell, lustig oder besinnlich. Ein Nikolausgedicht im Schuh macht auf jeden Fall etwas her.

Im Juli kommt der Nikolaus 

Lieber guter Nikolaus, 
was schleichst du heute um mein Haus? 
Ich habe dich hier noch nie gesehen, 
halt! Stopp! Bloß nicht weitergehen!
Hast du denn ein Geschenk dabei? 
Ich freue mich ganz einerlei, 
dass gerade erst noch Juli ist, 
so ist das, wenn man aus Vorfreude ganz die Zeit vergisst.

Ein Sack voll Geschenke

Komm rein ins Haus Herr Nikolaus, 
ich kenne mich schon ganz gut aus. 
Keks und Milch, die habe ich für dich, 
der Sack Geschenke ist für mich.

Der Nikolaus, der ruht sich aus

Der Nikolaus, der kommt nach Haus, 
zieht erst mal seine Schuhe aus. 
Die Füße tun ihm ach so weh, 
und draußen tobt und stürmt der Schnee. 
Die ganze Nacht hat er geschuftet, 
in den Häusern hat es gut geduftet. 
Von den ganzen Keksen tut der Bauch ihm weh, 
drum trinkt er einen großen Tee. 
Ein ganzes Jahr hat er Zeit, um sich zu erholen, 
der Weihnachtsstress bleibt ihm gestohlen. 
Nun liegt der Nikolaus in seinem Bettchen klein. 
Und träumt von all den Kinderlein. 

Gefüllte Stiefel

An dich gedacht, das hat der Nikolaus, 
drum schlich er sich zu deinem Haus. 
Hat deine Stiefel prall gefüllt,
sich dann in seinen Mantel eingehüllt. 
Das nächste Kind zum Strahlen bringen, 
damit sie alle die frohen Lieder singen.

Der Nikolaus und die kleine Maus

Die Maus streckt ihre Nase raus, 
was sieht denn da so lecker aus?
Ein kurzer Blick, der kann nicht schaden, 
einen Keks, den kann sie sicher haben. 
Husch husch zum Teller rennt sie ran, 
mit einem Mal steht da ein riesengroßer Mann. 
„Was machst du da, du kleine Maus?“,
fragt da sogleich der Nikolaus.
Ganz schnell rennen will die Maus, 
am Schwanz packt sie der Nikolaus. 
In seinen Sack greift er hinein. 
Die Maus, die weiß, das wird ihr Ende sein. 
Doch aus dem Sack zieht er heraus 
das Leibgericht der kleinen Maus. 
Er reicht ihr ein Stück Käselein, 
die Maus nimmts und rennt ins Mäuseloch hinein. 
Sie dreht sich um und ruft frei raus, 
„Du bist der Beste! Lieber Nikolaus!“

Hilfe für den Nikolaus

Der Nikolaus, der eilt heran, 
hat ein Paar rote Stiefel an. 
Seine Hände sind auch warm verpackt,
in jeder Hand hat er nen Sack. 
Die Geschenke darin gar so schwer, 
da denkt er sich „Ich mag nicht mehr“. 
Einen Rentierschlitten, den braucht er bald. 
Langsam fühlt er sich doch etwas alt. 
Da ruft er in die Nacht hinein, 
die Antwort, die ist klein und fein. 
Die Tiere des Waldes wollen helfen dem Nikolaus, 
dass er es in der Nacht auch schafft, zu jedem Haus.

Noch einmal schlafen

Lieber Nikolaus, es ist soweit,
die Stiefel stehen schon bereit. 
Das du sie füllen kannst bis an den Rand, 
ich sage dir, wir sind ja so gespannt. 
Welche Gaben du wirst für uns bringen, 
vor Freude könnten wir jetzt singen. 
Nur einmal schlafen müssen wir jetzt noch, 
dann ist schon Nikolaustag, sag ich doch. 

Der Nikolaustag ist nah

Wenn das erste Lichtlein hat gebrannt, 
und die Weihnachtswichtel sind benannt. 
Wenn der Weihnachtsmarkt im Licht erstrahlt 
und die Landschaft sieht aus wie gemalt. 
Wenn die Tage stetig kürzer scheinen
und die Sterne noch viel heller scheinen. 
Wenn der Tannenduft liegt in der Luft
und im Haus der Weihnachtsplätzchen Duft. 
Dann wissen wir, es ist so weit,
auch wenn es draußen noch nicht schneit. 
Der Morgen ist ja fast schon da, 
der Nikolaustag, der ist nah.

Glänzende Kinderaugen 

Leise läuten die Glocken, 
still rieseln die großen Schneeflocken. 
Die Kinder im Kerzenschein singen, 
die Menschen Frohsinn in ihre Häuser bringen. 
Die Kinderaugen glänzen vor Freude schon 
weggefegt ist aller Hohn. 
Eine dicke Schicht aus glänzendem Eis 
und jedes Kind von Herzen weiß, 
dass die schönste Zeit des Jahres näher rückt, 
denn vom Nikolaus sind sie ganz entzückt.

Der Nikolaus vor dem Haus

Der Nikolaus kommt auf seinem Schlitten an. 
Er freut sich schon, oh man, oh man. 
Die Kinder haben die Häuser schön geschmückt, 
der Nikolaus ist ganz entzückt. 
Die Stiefel vor der Tür hat er längst gesehen, 
doch bleibt er ruhig am Flecke stehen. 
Dann erst gehen die Lichter langsam aus, 
der Nikolaus schleicht um das Haus. 
Den Sack, den hält er schon bereit, 
am Morgen ist es dann soweit.

Das Smartphone vom Nikolaus

Der Nikolaus steht vor dem Haus
und leer fix seine Taschen aus. 
Wo ist denn jetzt das Ding,
das macht doch ständig ‚Ping‘. 
Wenn eines seiner Helferlein 
nicht weiß, wo kommt das Päckchen rein. 
„Egal“ denkt er und zieht von dannen, 
um so was muss er heut nicht bangen.
Moderne Technik braucht er nicht, 
am Horizont erscheint das erste Licht. 
Was kann man mit so einem Ding schon machen? 
Der Nikolaus beginnt zu lachen. 
Herausfinden, wo er lebt, das geht doch nicht,
darum fällt der Verlust nicht weiter ins Gewicht. 
Am nächsten Morgen rennt das Kind 
zum Stiefel hin geschwind. 
Es leer den Stiefel ganz rasch aus 
und zieht ein paar Geschenke raus. 
Ganz unten liegt, wer hätte das gedacht,
das Smartphone vom Nikolaus in seiner Pracht.

Begegnung mit dem Hund

Draußen ist es kalt und schneit, 
der Winter, der macht sich bereit. 
Da kommt ein Mann zum Haus geschlichen. 
Es ist Nacht, sein Schatten ganz verblichen. 
Auf einen Zweig, da tritt er drauf, 
der Hund im Garten, der wacht auf. 
Das Haus zu beschützen, das ist seine Pflicht, 
mit ihm rechnet dieser Einbrecher sicher nicht. 
Er pirscht sich an und wartet drauf, 
das dieser Schatten taucht gleich wieder auf. 
Dann hört er ihn und macht sich bereit, 
einen Satz, ein Biss, der Mann in Rot ganz laut schreit. 
Dann ist er weg, der Hund schläft ein, 
doch leer werden die Stiefel am Morgen sein.

Raus in den Schnee

Ihr Kinderlein, bald ist es soweit, 
seht ihr denn nicht, dass es schon schneit? 
Was sitzt ihr denn im Haus so fein?
Statt bei dem Schnee längst draußen zu sein? 
Die Schule, die ist längst schon aus, 
drum geht noch rasch vor das Haus hinaus. 
Der Nikolaus steht schon bereit 
und wartet, bis ihr müde seid. 

Knecht Ruprecht

Knecht Ruprecht wartet schon vor dem Haus, 
er wartet auf den Nikolaus. 
Was soll er nur mit seinen Ruten machen? 
Über die würden Kinder heute doch nur lachen! 
Was soll er ihnen ansonsten schenken? 
Was würde nur der Nikolaus denken? 
Auch erschrecken kann man Kinder heute kaum, 
vielleicht kommt ihm die Antwort heut im Traum. 
Und dann, wenn ihn ein jeder mag, 
gibts bald schon den Knecht Ruprecht Tag!

Der Nikolaus ist ein guter Mann

Lasst uns froh und munter sein, 
auch die ganzen kleinen Kinderlein! 
Heute ist ein schöner Tag, 
den ein jeder gerne feiern mag. 
Der Nikolaus, der ist ein guter Mann, 
auch wenn kein Kind ihn sehen kann. 
Geschwind huscht er von Haus zu Haus 
und schüttet seine Gaben aus.

Der Nikolaus und Rudolf

Wie jedes Jahr um diese Zeit 
macht sich der Nikolaus ganz schnell bereit. 
Hinaus in die Kälte will er nicht, 
doch sieht er dann im Kerzenlicht, 
die Kinderaugen groß und hell, 
darum beeilt er sich, er macht ganz schnell. 
Den Sack in einer Hand verlässt er rasch das Haus. 
Vom Weihnachtsmann leiht er sich den Rudolf aus. 
Gemeinsam sind sie wie der Wind, 
Geschenke verteilen sie geschwind. 
Kekse und Milch, die teilen die beiden, 
denn auf dem langen Weg soll keiner leiden. 
So ist am Morgen ein jeder Schuh gefüllt, 
vor Freude wird auch mal gebrüllt. 
Denn die Kinder haben ihn erwartet, das ist klar.
Von ganzem Herzen, wie in jedem Jahr.

Warten auf den Nikolaus

Am dunklen Himmel saust vorbei 
die Sternschnuppe, die ist mir einerlei. 
Den Nikolaus, den will ich endlich sehen, 
bin so müde, ich kann kaum noch stehen. 
Heimlich habe ich von Mamas Kaffee getrunken, 
puh, der Becher hat vielleicht gestunken. 
Doch Hauptsache, ich sehe heut den Nikolaus, 
seit Stunden spähe ich durchs Fenster aus dem Haus. 
Nichts rührt sich gar weit und breit 
ist der Nikolaus etwa eingeschneit? 
Meine Augen fallen zu, ich spür es kaum, 
es kommt mir vor wie in einem Traum. 
Ein großer Schatten schleicht vorbei geschwind, 
ob das die Zweige der Kiefer vor dem Hause sind? 
Ich schließe die Augen und schlafe ein. 
In diesem Moment späht er durch das Fenster rein. 
Ein leises Lächeln umspielt seinen Mund, 
es läuft doch einfach in jedem Jahr rund.

Liebe, Freude und Zuversicht.

Ich erinnere mich, als ob es gestern war. 
Der Himmel voller Sterne und ganz klar. 
Die Nächte wurden langsam kalt. 
Die frohe Zeit im Herzen hallt. 
Die Kerzen in den Fenstern brennen, 
die Eltern durch die Kaufhäuser rennen. 
Die Lichter in den Geschäften scheinen 
die Kinder, besonders die Kleinen, 
warten voller Freude auf den Nikolaustag, 
denn ein jeder von ihnen mag 
die Gaben und die Geschenke, die er mit sich bringt, 
bis ein jedes Kinderherz vor Freude singt. 
So nimmt sie Einzug in unsere Herzen, 
erhellt durch den Glanz der Kerzen, 
die schönste Zeit im ganzen Jahr, 
es ist der Winter, das ist doch klar. 
Denn der Winter bringt nicht nur Schnee und Eis, 
nein, er macht auch nicht einfach alles Weiß. 
Frieden und Freude bringt er in unsere Stuben, 
da freuen sich die kleinen Mädchen und Buben. 
Geschwind stellen sie ihre Stiefel bereit, 
denn auf dem Kalender steht, es ist so weit. 
Der Nikolaus kommt, er verspätet sich nicht 
und schenkt uns Liebe, Freude und Zuversicht.

Komm herein, lieber Nikolaus

Lieber guter Nikolaus, 
komm herein in unser Haus. 
Ich lade dich ganz herzlich ein, 
komm ruhig schnell ins Warme rein. 
Kekse und Milch habe ich dir gebracht, 
damit du hast eine schöne Nacht. 
Denn dir zu Ehren feiern wir ein Fest, 
dass keine Wünsche offenlässt. 

Der jung gebliebene Nikolaus

Der Nikolaus, der ist ein Mann, 
der in die Kinderherzen schauen kann. 
Denn weiß er doch ein jedes Jahr, 
was sich das Kind wünscht, ist doch klar. 
Wie er das macht, das fragst du dich? 
Nun, die Antwort ist doch sicherlich, 
dass er im Herzen jung geblieben ist 
und selbst das Kind sein oft vermisst.

Einmal im Jahr

Der Nikolaus kommt einmal im Jahr, 
das finden alle Kinder wunderbar. 
Sie freuen sich das ganze Jahr, 
auf diesen Tag, ist das nicht klar? 
Denn fremd ist dieser Mann ihnen nicht, 
bekommen sie ihn auch selten zu Gesicht. 
Trägt roten Mantel und weißen Bart, 
und wissen will er, ob ihr auch schön artig wart. 
In diesem Fall, da könnt ihr sicher sein, 
kommen im den Stiefel viele tolle Dinge rein.

Den Nikolaus kennt jedes Kind

Der Nikolaus kennt jedes Kind, 
egal wie klein oder groß sie auch sind. 
Wie er das macht, das weiß ich nicht. 
Und doch erstrahlt in hellem Licht 
ein jedes Jahr der Nikolaustag, 
den jedes Kind von Herzen mag.

Ein Fest, das keine Wünsche offenlässt

Morgen Kinder wird ein Fest, 
dass keine Wünsche offenlässt. 
Hast du ihn denn schon mal gesehen? 
Vor unserem Haus im Schnee rumstehen? 
Geglückt ist mir das selbst noch nie, 
darum frage ich mich ein jedes Jahr – wie? 
Wie schafft er es, an all die Kinder zu denken? 
Wie schafft er es, seinen Schlitten so schnell zu lenken? 
Ein Geheimnis, das ich wohl niemals lüften kann, 
außer, es verrät mir vielleicht der Weihnachtsmann? 
Aber auch ihn habe ich noch nie gesehen, 
bisher half noch nichts, nicht einmal flehen. 
Darum freue ich mich einfach auf den Nikolaus, 
der Leckereien und Geschenke bringt in unser Haus.

Eine Maus vom Nikolaus

Eine Muh, eine Mäh, die wünsche ich mir heut von dir. 
Aber Mama will im Haus kein Tier. 
Keines, das in einen Stall gehört, 
ich dachte, ich hab mich bestimmt verhört. 
Denn all die schönen Tierchen fein,
passen gar nicht in den Sack hinein. 
Darum wünsche ich mir lieber eine Maus.
Die passt ganz sicher noch in unser Haus. 
Meine Mama wird sich freuen 
und meinen Wunsch bestimmt auch nicht bereuen. 
Denn das Tier ist klein und fein, 
passt auch in jede Ecke rein. 
Darum lieber Nikolaus, gib acht,
denn das wäre doch gelacht! 
Errätst du meinen Wunsch, 
komm herein, wir teilen meinen Kinderpunsch.

Lieber Nikolaus, gib Acht

Hell leuchten die Sterne in der Nacht, 
lieber Nikolaus gibt Acht. 
Rudolfs Nase leuchtet hell, 
doch fahre lieber nicht zu schnell. 
Mit deinem Schlitten durch die Welt, 
die dich in ihrem Herzen hält. 

All die schönen Gaben

Der Nikolaus, der hat an uns gedacht, 
hat uns was Feines mitgebracht. 
Schau schnell in den Schuh hinein, 
du wirst auch ganz verzaubert sein. 
Von all den schönen Gaben, 
die wir bekommen haben.

Neue Schuhe

Die Vorweihnachtszeit ist die schönste Zeit, 
verbringen wir sie doch zu zweit. 
Die warmen Lichtlein leuchten hell, 
da wird das Häuslein warm, ganz schnell. 
Auch zieht die Wärme in unser Herz gar ein, 
wir freuen uns am Lichterschein. 
Weißt du, was für ein Tag ist morgen? 
Nikolaustag, komm, lass uns neue Stiefel besorgen. 
Die Alten, die sind viel zu klein, 
passen niemals alle Gaben rein. 
Die uns der Nikolaus morgen bringt, 
am Tag, an dem man Nikolauslieder singt.

Stiefel putzen

Es läuten die Glocken so hell, 
es fallen die Flocken so schnell. 
Der Dezember hat begonnen, 
bald schon ist auch er verronnen. 
Der fünfte Dezember, der ist heute 
drum vergesst nicht, liebe Leute. 
Eure Stiefel putzen müsst ihr noch. 
Im Socken flicken, das große Loch. 
Dann schnell beides vor die Tür gestellt. 
Ob das dem Nikolaus so wohl gefällt? 
Ja, das wird es mit Sicherheit. 
Kurz vor Beginn der Weihnachtszeit. 
Denn heute Nacht kommt er vorbei
und was er bringt, ist einerlei. 
Hat er doch bestimmt an uns gedacht 
und uns was Schönes mitgebracht.

Milch und Kekse 

Draußen vom Walde komm ich her, 
ich muss euch sagen, mein Sack ist ziemlich schwer. 
Gefüllt bis an den Rand ist er, 
und niemals wird er leer. 
Damit ich auch für jedes Kinde 
das richtige Geschenk im Säcklein finde. 
Über Milch und Kekse freue ich mich, 
die schmecken mir ganz vorzüglich. 
Drum vielen Dank, mein liebes Kind, 
das auf dem Teller Plätzchen sind. 
Ruck zuck esse ich die auf.
Selbst gebacken, da wette ich drauf. 
Nun schnell die Geschenke in den Schuh hinein, 
bald wirst du wieder aufgewacht sein. 
Deine Augen, die strahlen voller Freude hell, 
drum beeile ich mich, bin lieber schnell. 
Damit ein jedes Kind am Nikolaustag
ein Geschenk in seinem Schuh haben mag.

Ein Mann in roter Kleidung

Draußen steht ein großer Mann, 
hat warme rote Kleidung an. 
Der Schnee, der weht herum ums Haus, 
bläst schnell die schönen Lichter aus. 
Der Mann, der rührt sich nicht vom Fleck, 
hast du ihn draußen schon entdeckt? 
Kaum liegt das Haus im Dunkeln, 
hört man sein leises munkeln. 
Ein Rascheln und ein Pfeifen 
kannst du das denn begreifen?
Wer mag das nur gewesen sein? 
„Der Nikolaus“ ruft da das kleine Schwesterlein. 
Und es stimmt, die Stiefel sind gefüllt, 
der Weihnachtsduft hat uns umhüllt. 
Lieber Nikolaus, wir danken dir 
zum Fenster hinaus, winken wir.

Im Namen vom Nikolaus

Friede und Freude machen sich breit, 
und wir wissen, bald ist es so weit. 
Begonnen hat die schönste Zeit, 
die Zeit voll Licht und Heiterkeit. 
Sie kommt ganz leise angeschlichen, 
das restliche Jahr ist bereits verblichen. 
Darum genießen wir aus vollem Herzen 
Tannen, Mandarinen und auch Kerzen. 
Morgen früh ist es wirklich schon soweit?
Hat es draußen schon geschneit? 
In deinem Namen feiern wir den morgigen Tag 
im Namen vom Nikolaus, den jedes Kind mag.

Im Haus, da hat es fast gebrannt

Der Nikolaus kommt angerannt 
im Haus, da hat es fast gebrannt. 
Mit seinem Sack, 
der Nikolaus die Kerze umgestoßen hat.
Das Glas mit Milch, das musste her 
und fiel es ihm auch von Herzen schwer. 
Die Kekse auch schnell draufgelegt, 
da hat das Feuer sich bewegt. 
Der Duft von frischen Keksen zog durchs Haus, 
geschimpft hat da der Nikolaus. 
Denn musste er nun doch schnell fort 
von diesem schön geschmückten Ort. 
Geschenke in die Schuhe rein, 
das mit den Keksen, so schlimm wird das nicht sein. 
Da hörte er das erste Tapsen nackter Füße.
Liebes Kind, ich schick dir meine Grüße.

Der Nikolaus vergisst nicht die kleinste Maus

Der Schneesturm weht herum ums Haus, 
bläst all die schönen Lichter aus. 
Im Dunkeln sitzen wir mit unseren Kerzen, 
die schöne Winterzeit in unseren Herzen. 
Wann kommt denn wohl der Nikolaus 
hinein in unser schönes Haus? 
Der Nikolaustag ist morgen da, 
die Kinder machen oh und ah. 
Viele Gaben wird er bringen, 
damit die Kinder schöne Lieder singen. 
Lieder über den lieben Nikolaus, 
der nicht vergisst, die kleinste Maus.

In unseren Herzen

Mit all den schönen Gaben, 
die wir von Herzen gerne haben, 
kommt heut der Nikolaus an unser Haus 
und leert ganz schnell sein Säckchen aus. 
Am Morgen laufen wir schnell vor das Haus 
und leeren unsere Schuhe aus. 
Wir danken dir mit Freude, Liebe und auch Scherzen,
lieber Nikolaus, du bist in unseren Herzen. 

Ein bekannter Mann

Oh du lieber Nikolaus, 
wir bringen dich ganz groß heraus. 
Mit all den Liedern, die wir singen, 
all den Glöckchen dir wir klingen. 
Wir freuen uns auf deinen Tag, 
den jedes Kind von Herzen mag. 
So wirst du ein bekannter Mann, 
und jedes Kind weiß ganz genau, wann 
du dann wiederkommst im nächsten Jahr, 
wir freuen uns, das ist doch klar!

Der Nikolaus am Haus

Der Nikolaus steht vor dem Haus, 
er streckt nach dir die Arme aus. 
Er freut sich heute, dich zu sehen, 
und will mit dir nach Hause gehen. 
Dort füllt er deine Stiefel voll
mit Schokolade, ist das toll. 
Auch Geschenke hat er mitgebracht, 
denn er hat fest an dich gedacht.

37. Der Nikolaus kommt auch bei Schnee
Im hellen Licht erstrahlt die Vorweihnachtszeit. 
Wir machen uns sofort bereit, 
um mit dem Schlitten rodeln zu gehen.
Den Nikolaus haben wir noch nicht gesehen. 
Kein Wunder ist das, kommt er doch in der Nacht, 
hält sich versteckt mit aller Macht. 
Denn nie hat ein Kind den Nikolaus gesehen, 
und doch kann ein jedes fest davon ausgehen, 
dass er es niemals nicht vergisst, 
die strahlenden Kinderaugen sonst vermisst. 
Darum macht er sich heute Nacht bereit, 
auch wenn es draußen hat geschneit. 
Mit seinen milden Gaben kommt er heute zu uns ins Haus, 
wir danken dir, oh lieber guter Nikolaus.

Nikolaus: Woher kommt die Tradition? 

In der Vorweihnachtszeit werden die Adventssonntage gefeiert, es werden Plätzchen gebacken und am Abend des 5. Dezembers wird schließlich der geputzte Stiefel vor die Tür gestellt. So kann der Nikolaus mit weißem Bart und in rotem Mantel viele leckere Naschereien und Geschenke hineinlegen. Sankt Nikolaus ist nicht einfach eine Märchengestalt. Es gab ihn tatsächlich. Zwischen dem dritten und vierten Jahrhundert nach Christus wurde er in der Türkei geboren. Bereits mit 19 Jahren amtierte er in seiner Heimat als Priester. Um das Jahr 325 nach Christus wurde er in Myra zum Bischof geweiht. Gegen 350 nach Christus starb er schließlich am 6. Dezember, weshalb wir diesen Tag in seinem Gedenken begehen.

Der Legende nach stammte Nikolaus von Myra aus einem reichen Elternhaus. Bereits in jungen Jahren hat er damit begonnen, das ihm vererbte Vermögen unter den Bedürftigen zu verteilen. Manchmal war es pures Gold, andere Male etwas zu essen. So hat er viele Menschen vor dem sicheren Tod bewahrt. Aber warum stellen wir einen Stiefel vor die Tür? Diese Tradition hat folgenden Ursprung: Es war einmal ein Mann, der war so arm, dass er seine drei Töchter nicht verheiraten konnte, da er sich die Mitgift für sie nicht leisten konnte. Nikolaus hörte davon und warf eines Nachts kleine, mit Gold gefüllte Päckchen durch den Kamin in das Haus der Familie. In dieser Nacht hatte die Familie Stiefel und Socken zum Trocknen an den Kamin gehängt. Die Päckchen fielen in die Stiefel und in die Socken. Durch dieses unerwartete Geschenk konnte der Vater seine drei Töchter schließlich verheiraten und sie vor einem weiteren Leben in Armut bewahren.

In weiten Gebieten der Welt zieht der Nikolaus jedoch nicht alleine als gutherziger Geschenkgeber durch das Land. Stattdessen hat er seinen Gehilfen Knecht Ruprecht bei sich. Und während der Nikolaus die Kinder beschenkt, bestraft sein Gehilfe die unartigen Kinder. Weltweit gibt es viele Abwandlungen dieser Legende, doch sind ihre Merkmale immer dieselben. Der Nikolaustag blickt damit auf eine lange Tradition zurück, denn bereits im 19. Jahrhundert finden sich Weihnachtslieder, in denen die Gutherzigkeit des Nikolaus besungen wird.

Geschenkideen zum Nikolaus

Sobald die Stiefel geputzt vor der Tür stehen und die Kinder in ihre Betten geschlüpft sind, ist es soweit. Der Nikolaus kann kommen und allerhand Süßigkeiten und Geschenke für die Kleinen und Großen bereitstellen. Traditionell wird der Stiefel mit allerhand Leckereien gefüllt, besonders mit solchen, die im Winter Saison haben. Mandarinen, Äpfel und Walnüsse gehören ganz klassisch in jeden Stiefel. Verziert mit ein paar frischen Tannenzweigen ist der Stiefel schön anzusehen. Auch Schokolade und Weihnachtsplätzchen werden gerne auf einem Weihnachtsteller daneben gestellt. Gerade bei Schokolade und Plätzchen ist der Teller eine gute Lösung, denn in engen Schuhen könnten sie zerdrückt werden.

Inzwischen gehören aber auch kleiner und größere Geschenke zu den Gaben, die der Nikolaus in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember vor unseren Türen zurücklässt. Als Vorbote des Weihnachtsmanns freuen sich besonders die Kinder auf die gefüllten Nikolausstiefel am Morgen. Kinderstiefel sind meist ziemlich klein, sodass selbst eine Mandarine sie bereits ausfüllt. Deshalb kann stattdessen auch ein größerer Nikolausstiefel ganz einfach selbst gebastelt werden. Aus Stoff oder Pappe, das bleibt den eigenen Wünschen überlassen. Hübsch dekoriert macht er etwas her und erfreut sowohl Kinder als auch Erwachsene.

Für Kinder eignen sich besonders Spielzeuge, die ihnen die kalte Jahreszeit versüßen. Ein neues Lieblingsbuch, Gesellschaftsspiele oder Bausteine wie Duplo oder Lego sind ideale Begleiter durch den Winter, die gut in den eigenen vier Wänden genutzt werden können. Aber auch Kuscheltiere, eine schöne Puppe oder Hörspiele kommen bei Kindern immer gut an. Die meisten Spielzeuge gibt es in besonderen Winter- oder Weihnachtseditionen, wodurch sich die Wartezeit bis Heiligabend versüßen lässt. Kinder freuen sich aber nicht nur über Geschenke in Form von Spielsachen. Gemeinsame Zeit zu verschenken ist etwas, dass sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Kino-Tickets oder die Eintrittskarten für die Unterwasserwelt, ein Besuch im Planetarium oder die Eintrittskarten für den Zoo. Kinder lieben es, Neues zu entdecken. Gemeinsam verbrachte Zeit ist ein sehr kostbares Geschenk.

Auch Erwachsene freuen sich über kleine Aufmerksamkeiten zum Nikolaustag. Nützliche Kleinigkeiten sind immer eine gute Idee. Vielleicht ein neuer Schlüsselanhänger oder eine schön dekorierte Tasse, gefüllt mit den Lieblingskeksen. Für Kaffeetrinker eignet sich eine ganz besondere Sorte Kaffee. Für Whiskey Trinker, eine exklusive Falsche. Personalisierte Geschenke sind ebenso gerne gesehen. Eine große Leinwand mit einem schönen Bild, eine Familiencollage oder ein selbst dekorierter Kalender für das kommende Jahr sind großartige Geschenke, die zeigen, dass nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Liebe investiert wurde.